die sache beatet mehr

Der nächste Event: Wie der Punk nach Stuttgart kam.

Seite es Punk gibt, ist er tot. Zumindest wird das behauptet. Die Antwort könnt ihr hören, live und laut im WKV.

Die Ausstellung zum Buch, Diskussion und Festival. Am langen Wochenende vom 29.09. - 01.10. 2017 stehen 17 Bands von damals und heute auf der Bühne. Wir spielen am Sonntag in der Kategorie Freistil ab ca. 18.00. Mayer hat versprochen zu Beginn Insel der Vergangenheit zu trommeln. Einlass am Sonntag ab 16.00 Uhr. Beginn 16.30 Uhr.

Le Marquis liest und klingt auch am Dienstag, 03.10. im Rahmen der Einheitslesung, ab 15.00 Uhr. Einlass 14.30 Uhr.

Württembergischer Kunstverein, Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart.
die sache beatet mehr

die sache: wie spielen wir musik in der moderne?

pop und musikhören findet heute schon im supermarkt als kaufanimation, im musikunterricht und auf allen kanälen der medien statt. passiver konsum der musikkonserve, dargeboten als fortwährend vor sich hinplätschernder klangteppich steht hierbei im vordergrund. anders die sache : eine gruppe wird zum pop-event, ohne ihre konzerte in aufgesetztem gestenrepertoire oder klischeehafter optik enden zu lassen. das publikum kommt vielmehr in den genuss einer geradlinig und schnörkellos dargebotenen beat - veranstaltung. das licht geht an. der grellbunte vorhang im bühnenhintergrund schmerzt in den augen, anfangs. aber er ist nur der vorbote des kommenden spektakels. plötzlich steht die sache auf der bühne. die grellbunte musik schmerzt ein wenig in den ohren, anfangs. aber nach dem zweiten refrain wird jedem klar wohin die reise geht: the only thing that counts is the beat. die sache folgt ihren eigenen inneren gesetzen: die künstler gehen davon aus, dass es jenseits von hip-hop, dance-floor-seligkeit oder rock-dröhnung noch eine sophistizierte art des musikkonsums geben muss. unsere musik ist orange mit gelben punkten. es gibt viele bands, die dem publikum etwas bieten. die sache beatet alles: brit-pop aus deutschland, kurze 3-min-songs sind die basis des sache sounds. power-pop, wie er eben zu sein hat; gitarrenmusik - manchmal ohne gitarre. denn der harte beat der frühen jahre zeigt seine integrationskraft: deshalb nimmt unser beat 77er punk, independent, noise, elektronik und moderne klassik in sich auf. stößt die ausdrucksfähigkeit der gitarre an ihre grenzen, spielt die sache klaviertrio. die sache schafft unerhörtes.

was entsteht und was empfindet das publikum dabei?

musik, die in weiterentwicklung des beat die ansprüche des neuen jahrtausends stellt und erfüllt.  songs die "süchtig machen" (stuttgarter zeitung) und die, wie es ein erfolgreicher galerist ausdrückte, "die flächige pastellhaftigkeit leicht hingehauchter aquarelle mit der brutalen pinselführung wie sie der expressionismus liebte" verbindet. man versuchte diese musik zu produzieren, doch mehrere produzenten und manager liessen sich bald nicht mehr sehen. aus eigenem antrieb jedoch schafften die künstler die "platte der woche" und organisierten gastspiele von konstanz bis hamburg und hier eine live-sendung aus der sportabteilung im horten. das publikum empfindet wohlige schauer und den reiz des abenteuers, die wilde frische der limonen, das gefühl, dass nichts unmöglich ist im bereich gehobener unterhaltungsmusik, dass man nur da geliebt wird, wo man schwach sein kann, ohne stärke zu provozieren. das publikum ist gerührt und darf die erkenntnis mit nach hause tragen: alles soll so bleiben wie es ist. ein sache - auftritt ist für jeden veranstalter und erst recht für das publikum ein musikerlebnis, das den wunsch weckt immer wieder zu kommen und den beat - event der sache zu sehen.
le marquis

discographie:

nach punkten, 1983, mc, werke junger monarchen

kugel, 1984, mc, werke junger monarchen

"shadow", on: battle of bands, 1985, mc-sampler, glitterhouse

who´s in my garage, 1986, mc, crimson cult

"who´s in my garage", on: a fabulous compilation 1987, lp-sampler, fab records fab l007

the girl who stole the eiffel-tower, 1987, mini-lp, fab records fab ml10

why i hate america, 1989, mini-lp, fab records fab ml14

"stars", on: take a look at max, 1991, 7" sampler, old 2002

10 years of maximum power and pop, 1993, mc

big world, 1994, mc

"big world" und "shadow", on: vermilion, 1995, mc-sampler, grapefruit/bliss

...and this is the real life, 1995, mc

"little mrs dreamer", on: little white knickers, 1996, cd-sampler, 25 records

subke bilder, 1997, mc,

"hey what you say", on: wanna get interactive, 1998, cd-rom-sampler, wbg media

"du sollst nicht weinen", on: marmor stein und eisen bricht, 1999, video-sampler

schön und gut 2000, cd göz music

im dorfe, 2000, cd-single,

the big surprise, 2001, cd, little teddy records

wann und wo immer du willst, 2002, cd, göz music

die form, 2002, cd, bellarecords

X, 2002, cd, bellarecords

stella lunaris, 2003, single-cd, bellarecords

25 jahre ludwigstrasse 15, 2004, single-cd, bellarecords
subke

der beat in der kritik:

Auf der Bühne fragte Moderator Thomas Hagenauer die Tübinger Combo die sache, weshalb sie Beatles-Stücke spielen. "Weil heute Beatles-Abend ist", beschied ihn Musiker Markus Bella. "Dear Prudence": Die Britpop-Spezialisten lieferten lässige Indie-Versionen.
Schwäbisches Tagblatt 14.01.06

Es geht aber auch anders, wie die ehemalige Punkband "die sache" im Anschluss zeigt: Natürlich hat sie die Musik, die sie spielt, nicht neu erfunden. Aber die Mischung aus gelangweilter Attitude und gegen den Strich gebürsteter Beatles-Gefälligkeit hat Frische, Energie und ein gewisses Feuer. "Die Beatles haben drei, vier gute Songs gemacht ", begrüßt Leadsänger Markus Bella das Publikum mit provozierender Geste, " und die spielen wir jetzt". Gesagt, getan. Von der ersten Sekunde an rocken Bella und seine zwei Mitspieler das Sudhaus mit elementarer Wucht. Eins aufs andere, die volle Pracht, knüppeldick. Immer geradeaus, ohne Blick nach rechts oder links. Auf die verzerrten Gitarren bei "I call your name" folgt das leicht verpunkte "Glass Onion", dessen Text Markus Bella zur Belustigung des Publikums zunächst auf Deutsch ("Glas-Zwiebel") vorträgt.
Reutlinger Nachrichten 14.01.06

Was spielen sie denn eigentlich für Musik? Na ja, Garage ist schon nicht schlecht, aber nicht nur von der krachigen Sorte, eher in Richtung Power-Pop, ideenreiche Pop- und Beat Nummern.
Smarten-up

Sie sind die Band die sämtliche Clubs in Hexenkessel verwandelt.
Radio Dreyeckland

La deferencia entre al " Si, no está mal..." y ese angustino "Dios qué bueno es esto".
Ruta 66

So müssen sich die frühen Who in der Garage angehört haben.
Fränkische Nachrichten

Keine Gitarre diesmal, und kaum Lärmfaktor. Dafür aber Orgel, jaaa, und jede Menge E-Klavier, und das wimmert, das quengelt und klimpert wie der allerschönste Kirchentagbeat.
Schwäbisches Tagblatt

Eine richtig tolle Pop-Band.
Out of depression

A piece of european music.
Empty Hours

Rock-Intelligenz.
Stuttgarter Nachrichten
ich polier den kritikern die fresse

die sache:

le marquis: gitarre, keyboards, gesang
subke: bass, keyboards, gesang
charles miller: schlagzeug, gesang

mit:

beck1210: bass, gesang 1983-1985
mayer: schlagzeug, gesang 1983-1989  (abb.1)  (abb.2)  (abb.3)
rudi ment: gitarre, bass, gesang 1985-1990
sebastian schmidt: schlagzeug, gesang 1989-1991
herr haus: bass, gesang, gitarre 1989-1996
martin zierer: bass, gesang 2000-2001

elle: gesang

und:

pablo: gesang, steve diederichs: gitarre, miss raquel: orgel, dieter goth: accordeon, götz dipper: cello
captain s. orange: gesang, eric deutscher: gesang, rüdiger hartmann: posause, gerd waiblinger: gesang, christoph eß: horn, yengen: theremin, sven gormsen: gesang, stephan dietrich: gesang, christian kolb: tuba, das diputat: orgel

danke:

frank stoeger: für extreme geduld beim mixen
harry schwarz: bandecho
pegasus-tontechnik
video: jürgen spieß
photos:
birgit bella, alex gonschior, jürgen spieß und charles miller
der beat kommt zu dir